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Freunde entfernen sich wegen Burnout meines Mannes

15. Februar 2016 um 17:12

Hallo alle zusammen,

mein Mann ist vor einiger Zeit an wegen viel zu hoher Arbeitsüberlasung an Burnout erkrankt. Das ist für uns nicht leicht, aber glücklicherweise hat mein Mann professionnelle Hilfe, von daher kommen wir damit ganz gut zurecht.

Mein Mann hat beschlossen, daraus im Freundeskreis kein Geheimnis zu machen, sondern damit ganz offen umzugehen.
Im Dezember haben wir sowieso eine Einladung gegeben, und dort hat mein Mann es den Leuten gesagt, aber weiter kein Aufhebens darum gemacht. Er wollte und will es auch jetzt nicht zum Hauptthema machen, sondern er wollte nur, dass unsere Leute Bescheid wissen.

Seitdem benimmt sich ein Haufen von etwa 10 Leuten aus unserem Freundeskreis, die auch untereinander befreundet sind, sehr seltsam. Am Telefon werde ich abgewürgt, weil es angeblich immer gerade nicht passt, ein Rückruf kommt nicht, und auf Emails kommt auch keine Antwort. Kürzlich habe ich eine Freundin doch erwischt und sie ganz direkt gefragt, was los ist. Nach einigem Herumgedruckse sagte sie, sie und die anderen wollten sich nicht mit anderer Leute Probleme befassen. Ich solle mich bitte erst wieder melden, wenn mein Mann kein Burnout mehr hat. Ich war gelinde gesagt befremdet. Genau diese Frau war vor etwa 2 Jahren monatelang erst im Krankenhaus und dann in Reha. Ich war in dieser Zeit oft bei ihr und habe sie unterstützt.

Ein anderer Freund aus diesem Haufen feiert Ende März einen runden Geburtstag und hat schon im Dezember eingeladen. Mein Mann und ich haben bereits zugesagt. Er hat uns jetzt wieder ausgeladen, mit der Begründung, dass mein Mann ja sicher im Moment am liebsten daheim ist und viel Ruhe braucht. Super, dass er das für uns entscheidet.

Uns sind jetzt noch genau 2 befreundete Paare geblieben. Nun ist es nicht so, dass ich den anderen Leuten ständig etwas vorjammern will. Aber dass mein Mann und ich jetzt wegen seinem Burnout aussortiert werden, finde ich heftig. Anscheinend sind diese Leute doch keine wahren Freunde...

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder hat jemand einen Tipp für mich?

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22. Februar 2016 um 14:50

Eine Antwort
Hallo,

es ist bestürzend zu lesen, dass sich Freunde von Euch abwenden - und zwar genau diejenigen, die früher schon großzügig Eure freundschaftliche Hilfe in Anspruch genommen haben, als es ihnen selbst schlecht ging. - Vielleicht steckt Hilflosigkeit hinter dieser Art von Antipathie, vielleicht aber auch bloßer Unwille zur Empathie. Da drängt sich mir ein Zitat von Ovid auf: "So lange du glücklich bist, wirst du viele Freunde haben. Sind die Zeiten bewölkt, wirst du allein sein."
Ich kann Euch nur empfehlen: Lasst Euch nicht unterkriegen, und haltet Eure Liebe zueinander aufrecht, denn Eure Ehe und Euer Familienleben sind das Wichtigste überhaupt! Was den Freundeskreis angeht: Ihr werdet sicherlich noch Gleichgesinnte finden, die mehr Einfühlungsvermögen haben!

Alles Gute und viel Glück auf diesem Wege!

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22. Februar 2016 um 19:17
In Antwort auf vivistrindberg

Eine Antwort
Hallo,

es ist bestürzend zu lesen, dass sich Freunde von Euch abwenden - und zwar genau diejenigen, die früher schon großzügig Eure freundschaftliche Hilfe in Anspruch genommen haben, als es ihnen selbst schlecht ging. - Vielleicht steckt Hilflosigkeit hinter dieser Art von Antipathie, vielleicht aber auch bloßer Unwille zur Empathie. Da drängt sich mir ein Zitat von Ovid auf: "So lange du glücklich bist, wirst du viele Freunde haben. Sind die Zeiten bewölkt, wirst du allein sein."
Ich kann Euch nur empfehlen: Lasst Euch nicht unterkriegen, und haltet Eure Liebe zueinander aufrecht, denn Eure Ehe und Euer Familienleben sind das Wichtigste überhaupt! Was den Freundeskreis angeht: Ihr werdet sicherlich noch Gleichgesinnte finden, die mehr Einfühlungsvermögen haben!

Alles Gute und viel Glück auf diesem Wege!

Danke...
Hallo vivistrindberg,

erst einmal vielen Dank für Deine Worte!

Ovid hat wohl Recht.

Dass die Leute hilflos sind, sprich nicht wissen, wie sie mit meinem burnoutbetroffenen Mann umgehen sollen, kann ich ja noch nachvollziehen, nur man kann so etwas doch sagen. Wenn meine Freunde in Krisensituationen geraten sind und ich nicht wusste, was ich tun soll, habe ich einfach gefragt, was ich tun kann.

Unwille könnte sein, oder es ist ihnen schlicht und ergreifend egal. Mit uns kann man im Moment aus ihrer Sicht wohl wenig anfangen. Auf jeden Fall ist es sehr verletzend, so behandelt zu werden.

Natürlich halten mein Mann und ich zusammen, auch wenn es jetzt nicht leicht ist. Nicht umsonst heißt es ja bei der Trauung "in guten und in schlechten Zeiten, in Gesundheit und in Krankheit...".

In unserem Alter - wir sind beide über 40 - noch neue Freunde zu finden ist sicher auch nicht leicht. Im Moment bin ich da auch nicht gerade initiativ...

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