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Unsere Freunde gehen uns aus, weil wir keine Kinder haben

15. Juni 2007 um 12:27

Liebe Leser,

mich würde interessieren, ob es Leute gibt, denen es auch so geht wie uns. Ich heisse Silke, bin Mitte 30 und glücklich verheiratet. Wir sind beide berufstätig und verdienen keine Millionen, aber dennoch etwas mehr als die meisten Leute. Ich selbst komme aus sehr armen Verhältnissen. Als ich noch ein Kind war, ging es in unserer Familie immer nur um ein einziges Thema: Geld. Das war nämlich nicht vorhanden. In regelmäßigen Abständen wurden die Konten meiner Eltern gesperrt und es kamen Zwangsvollstreckugsbescheide. Ich habe mir gesagt, wenn ich einmal groß bin, will ich niemals arm sein. Ich habe mich mächtig angestrengt, alles gegeben und nun habe ich einen Job mit gutem Einkommen. In meiner Studienzeit hatte ich immer sehr gute und auch viele Freunde; kaum war das Studium vorbei, da verteilten sich diese Freunde auch schon in alle Himmelsrichtungen, wanderten teilweise ins Ausland aus oder haben gleich geheiratet und Kinder bekommen. Der Kontakt brach sehr schnell ab. Die einzigen Freunde in unserer Umgebung meiden uns nun mehr und mehr. Die Fragen, warum wir denn keine Kinder wollen, bekam mit der Zeit einen immer bissigeren Unterton. Es ist schon so weit, dass wir nun sogar von Veranstaltungen wie Geburtstagen und anderen Feiern einfach ausgeschlossen werden. Wir haben versucht, die ein- oder andere Familie zu uns einzuladen, aber es hagelte nur noch Absagen. Zum Geburtstag oder zu Weihnachten kommt vielleicht noch mal eine Karte mit einem Zweizeiler bei uns an. Ich bin sehr traurig darüber. Gegen Kinder habe ich nichts. Ich möchte nur selbst keine, aber das wird in unserer Gesellschaft anscheinend nicht akzeptiert. Ist es Sozialneid , der sich hier breit macht? Wir haben uns charakterlich nicht verändert, sind genauso wie zu Studentenzeiten. Habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen? Niemand mehr da, der mal auf ein Käffchen vorbei kommt. Wir haben einen großen Swimmingpool im Garten, der auch die Kinder willkommen heissen würde. Aber es kommt niemand. Ich würde gerne eure Kommentare hierzu lesen, weil mich das alles ganz schön belastet. Silke

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1. Juli 2007 um 22:52

Verstehe ich nicht...
Wirklich! Wir sind in der gleichen Situation (ärmere Verhältnisse früher, jetzt richtig gut), wir haben Freunde mit und ohne Kinder. Wir wollen noch Kinder bekommen, aber wir haben auch Leute im Freundeskreis, die auf keinen Fall Kinder haben möchten.
Kann doch kein Hinderungsgrund für eine Freundschaft sein?! Zumal, wenns bei euch so nett ist...?!
Veilleicht liegt es doch an anderen Dingen?
Aus meiner Schulzeit habe ich noch Kontakt zu einer Freundin, aus Studienzeiten zu niemandem mehr. Unsere Freunde haben wir so nach und nach kennen gelernt, Kontakte gehalten, und eigentlich ist das ganz gut so.
Empfehle dir das Buch "Ich dachte, wir sind Freunde?" Gibt es auch ein Kapitel, wie man Freunde gewinnt, hält usw. Ganz interessant.
Viel Glück!

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25. Juli 2007 um 11:46

Wenn alle so denken würden
von wegen keine kinder mehr bekommen wegen der ach so grausamen welt, sterben die deutschen wohl bald aus. ich glaub eher die verantwortung könnt ihr nicht übernehmen weil ihr etwas egoistisch seit. aber das muß jeder selbst für sich entscheiden das ist klar.
und wenn silkes freunde sich zurückziehen sind es keine wahren freunde, auf so menschen kann man verzichten.

lg
katche

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25. August 2007 um 19:46

Bei uns ist es umgekehrt
Liebe Silke, wir haben genau das gegenteiliges Problem. Wir haben uns für ein Kind entschieden, und unsere (kinderlosen) Freunde sind langsam verschwunden. Wir haben uns charakterlich auch nicht verändert und akzeptieren, wenn jemand keine Kinder haben möchte - das kann sich jeder entscheiden, wie er für richtig hält. Unsere Freunde waren nach der Geburt alle sehr angagiert, haben sich häufig angeboten, dass sie auf die Kleine aufpassen etc. (damit die Eltern auch mal alleine was unternehmen können) - aber es hat nie geklappt und von den Freunden hört man kaum noch. Mir kommt es so vor, als ob hier ein "Krieg" zwischen den mit Kindern und den ohne Kinder herrschen würde. Ist das nicht albern?? Wenn die mit Kindern akzeptieren, dass die Kinderlosen sehr viel über den Job sprechen und die Kinderlosen akzeptieren würden, dass die mit Kindern viel über die Kinder reden, wäre alles halb so schlimm.. Mich belastet es in einer riesen großen Stadt zu wohnen und trotzdem total einsam zu sein.. Nelly

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2. Dezember 2016 um 20:17
In Antwort auf feminin1310

Bei uns ist es umgekehrt
Liebe Silke, wir haben genau das gegenteiliges Problem. Wir haben uns für ein Kind entschieden, und unsere (kinderlosen) Freunde sind langsam verschwunden. Wir haben uns charakterlich auch nicht verändert und akzeptieren, wenn jemand keine Kinder haben möchte - das kann sich jeder entscheiden, wie er für richtig hält. Unsere Freunde waren nach der Geburt alle sehr angagiert, haben sich häufig angeboten, dass sie auf die Kleine aufpassen etc. (damit die Eltern auch mal alleine was unternehmen können) - aber es hat nie geklappt und von den Freunden hört man kaum noch. Mir kommt es so vor, als ob hier ein "Krieg" zwischen den mit Kindern und den ohne Kinder herrschen würde. Ist das nicht albern?? Wenn die mit Kindern akzeptieren, dass die Kinderlosen sehr viel über den Job sprechen und die Kinderlosen akzeptieren würden, dass die mit Kindern viel über die Kinder reden, wäre alles halb so schlimm.. Mich belastet es in einer riesen großen Stadt zu wohnen und trotzdem total einsam zu sein.. Nelly

Hallo Silke,
ubsalla, mehr als 9 Jahre ist es her, als Du Deine Nachricht verfasst hattest. Vielleicht erreicht Dich meine heutige Antwort ja trotzdem.
​Ich verstehe es auch nicht, warum das häufig so ist. Ich stelle fest, mein Mann und ich haben früher zu Studienzeiten deutlich mehr Freunde + Bekannte gehabt. Mein Beruf macht mir Spaß, ich reise gern in ferne Länder und komme auch gern wieder nach Hause zurück. Ich mag Kinder sehr gern, aber ich habe mich dagegen entschieden, weil ich auf vieles verzichten würde bzw. einiges aufgeben müsste. Wir sind gern unabhäng und möchten viele Dinge nicht gern aufgeben. Aus meiner Sicht sollte man Mutter mit Leib und Seele sein. Schließlich sollte Jeder für sich entscheiden und gleichermaßen auch die Entscheidung des Anderen akzeptieren. Daher habe ich den gleichen Eindruck wie Du. Auch wenn wir uns weiter entwickelt haben, sind wir noch genauso humorvoll und tolerant wie früher. Vielleicht liegt es auch dass Gemeinsamkeiten verbinden, ich weiß es nicht. .. Fuchsine

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